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Sicherheit auf zwei Rädern

Die MST-Instruktoren Thorsten Ziesak und Michael Schulz sorgen für Spaß und Sicherheit beim Grundkurs für die Biker. Foto: Jürgen Vogler
Die MST-Instruktoren Thorsten Ziesak und Michael Schulz sorgen für Spaß und Sicherheit beim Grundkurs für die Biker. Foto: Jürgen Vogler

Lübeck. Kaum kündigen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen den kommenden Frühling an, hält es auch einen begeisterten Motorradfahrer nicht länger zu Hause. Die Maschine ist technisch gerüstet für die neue Saison, und los geht´s auf die Piste. Aber sitzen noch alle Handgriff? Wie steht es mit dem Bikerfeeling nach ein paar Monaten „Winterschlaf“? Wie wäre es überhaupt einmal mit einem Sicherheitstraining? Die richtige Antwort auf diese Fragen könnte das Motorcycle-Safety-Team (MST) in Lübeck geben. Der „Wochenspiegel“ guckte den Spezialisten beim Sicherheitstraining einmal über die Schulter.

Rot-weiße Hütchen verwandeln den Werkshof bei Villeroy & Boch in Lübeck jedes Wochenende in einen Verkehrsübungsplatz. Hier hat seit Jahren das Motorcycle-Saftety-Team sein Schulungsraum und Übungsplatz. Grau ist alle Theorie, auch für die elf Biker des Grundkurses für das Motorrad-Sicherheits-Training an diesem Sonnabend. Nach einem kurzen Ausflug in das Verkehrsrecht durch Rechtsanwalt Kai-Uwe Jahn geht es um Lenkimpulse, Kurventechnik und Gefahrenlehre. Die MST-Instruktoren Thorsten Ziesak und Michael Schulz bereiten die Motorradfahrer rund eine Stunde auf das Sicherheitstraining vor. Das bei zügiger Fahrt durch eine Rechtskurve ein Lenkimpuls mit der linken Hand hilfreich ist, verwundert so manchen Anfänger wie Fortgeschrittenen ebenso wie auch die Erkenntnis, dass der Schwerpunkt eines stehenden Bikers tiefer liegt als der eines sitzenden.

Das richtige Gefühl für die Maschine ist eine Grundvoraussetzung für sichere Fahren. Foto: Jürgen Vogler
Das richtige Gefühl für die Maschine ist eine Grundvoraussetzung für sichere Fahren. Foto: Jürgen Vogler

„Motorradfahren ist körperliche Arbeit. Dafür muss man richtig fit sein“, weist Fahrlehrer Thorsten Ziesak auch auf die erforderliche Kondition eines Bikers hin, bevor es zum praktischen Teil übergeht. Wer jetzt allerdings spektakuläre Stunts erwartet, der muss enttäuscht werden. Zunächst muss ein Slalomparcours im Schritttempo durchfahren werden. Eine Übung, die genauso schwierig ist, wie auch das langsame Fahren im engen Kreis. Erst jetzt zeigt sich, wer sein Motorrad im Zusammenspiel von Kupplung und Bremse sicher um die Hütchen steuern kann. Übung macht auch hier den Meister.

 

Mit Mittagspause und einer kurzen Ausfahrt dauert ein Kurs bei MST rund zehn Stunden. Neben den langsamen Übungen stehen auch Brems- und Ausweichmanöver auf dem Programm. Wer es bisher noch nicht nötig hatte, im Straßenverkehr voll in die Bremsen zu steigen, findet bei beim Sicherheitstraining das nötige Vertrauen zu sich selber und seiner Maschine, wenn er ein paar Mal nach Vollbremsung von 50 oder gar 70 km/h auf kürzestem Weg zum Stehen gekommen ist. „Wir möchten neben dem Spaß am Motorradfahren auch möglichst optimale Sicherheit vermitteln“, beschreibt Chef-Instruktor Hans-Joachim Ziele das Konzept von MST.
Ob Grund- oder Fortgeschrittenenkurs, ob Trailtraining oder Schrauberkurs, MST macht die Biker fit für die Sicherheit auf dem Motorrad.

Wer mehr wissen möchte, findet weitere Informationen unter www.motorcycle-safety-team.de

Jürgen Vogler